Optische Tische und Laborarbeitsplätze
Die Arbeitsplätze von OPTA zeichnen sich durch eine hervorragende Qualität und Funktionalität aus. Als besonderen Service bietet OPTA die Anfertigung von Tischen nach Kundenwunsch an. Hierbei können sehr kurze Lieferzeiten realisiert werden. Im Folgenden werden die Tischkomponenten beschrieben, die nach den jeweiligen Kundenanforderungen zusammengestellt werden können.
optimiertes Dämpfungsverhalten
schwimmend gelagerte Gewindeeinsätze
Komplettsysteme mit Untergestellen mit oder ohne Empfängerisolation
optionale Niveauregulierung
kundenspezifische Anfertigung
Koppelsysteme für mehrere Tische
kurze Lieferzeiten
Tischplatten
OPTA bietet verschiedene Tischplattentypen an. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die erhältlichen Ausführungen.
Dynamische Eckensteifigkeit einer Tischplatte der Typenreihe HDT (Tischgröße 1200x1800x300mm, Zusatzmasse 114kg in Tischmitte)
Typ*
Beschreibung
HD
Stahlwabenkern mit hoher
Eigendämpfung, Deckplatte ohne Gewindeeinsätze
HDT
Stahlwabenkern mit hoher
Eigendämpfung, Deckplatte mit Gewindeeinsätze
HS
mineralisches Kernmaterial
mit hoher Steifigkeit und Dichte, Deckplatte ohne Gewindeeinsätze
HST
mineralisches Kernmaterial
mit hoher Steifigkeit und Dichte, Deckplatte mit Gewindeeinsätze
Optische Arbeitsplätze sollen bei niedriger Dichte optimale Steifigkeit und Dämpfung bieten. Generell ist es aber nicht möglich beide Systemeigenschaften zu optimieren. Aus einer erhöhten Steifigkeit resultiert zumeist eine niedrigere Dämpfung und umgekehrt. Für die Funktion eines Labortisches ist das Maß der Eckennachgiebigkeit von untergeordneter Bedeutung, denn diese Eigenschaft kann durch Justieren der optischen Einrichtungen eliminiert werden. Störender sind dagegen erhöhte Resonanzamplituden im höheren Frequenzbereich, die nur durch eine erhöhte Eigendämpfung absorbiert werden können. Diese Erkenntnis hat
OPTA zum Anlaß genommen einen anderen Weg auf dem Gebiet der optischen Tische zu gehen.
OPTA Tische wurden hinsichtlich ihres Dämpfungsverhaltens optimiert, so daß die üblicherweise hohen Resonanz-Amplituden im höheren Frequenzbereich bei den Tischen der Typenreihe HD / HDT durch die Eigendämpfung fast gänzlich unterdrückt werden.
Beschreibung der Konstruktion
Deckplatte
Edelstahl 3 mm
Magnetisch oder antimagnetisch
entspiegelt
Spannbohrungsraster 25 mm
Gewindeeinsätze M6
Plattenüberstand 8 mm
Bodenplatte
Edelstahl 3 mm
Magnetisch oder antimagnetisch
Plattenüberstand 8 mm
Seitenwände
Stahl schwarz lackiert
Magnetisch oder antimagnetisch
Kern
HD/T
Magnetisch: Stahlwabenkern aus verzinktem 0,5 mm Stahlblech, präzisionsgeformt / Verklebung mit speziell abgestimmtem Harz
Antimmagnetisch: Aluwabenkern
HS/T
Kern aus mineralischem Füllmaterial, stahlverstärkt
Gewindeeinsätze
Schwimmend gelagerte Gewindeeinsätze M6
Magnetisch oder antimagnetisch
durch abgeschlossene Hülsen keine Verbindung zum Kern / reinraumtauglich
Verschiebung der Spannschrauben um 0,5 mm bei gleichzeitiger Neigung um ± 3° möglich
max. Einschraubtiefe 30 mm
Größen
Sondergrößen (bis L 3000 x B 1500 mm) ohne Aufpreis
Verbindungen zweier Tische durch spezielles Tischverbindungssystem möglich
Sonderformen möglich, auf Anfrage
Möglichkeit Laserports und extra Bohrungen einzubringen.
Tischuntergestelle
Liefermöglichkeiten
Die Untergestelle können mit und ohne Quertraversen geliefert werden. Als Tischauflage kann zwischen drei verschiedenen Systemen gewählt werden. Die Tischbeine können mit unterschiedlichen Stellfüßen oder Rollen ausgerüstet werden.
Empfängerisolation
Bei der Schwingungsisolation von optischen Tischen wird von der sogenannten Empfängerisolation gesprochen. Empfängerisolation bedeutet Schwingungsisolation von optischen Arbeitsplätzen gegen störende Schwingungen von außen (z.B. Gebäudeschwingungen welche durch Maschinen, Fahrzeuge oder auch Menschen initiiert werden).
Untergestelle ohne Schwingungsisolation
Starre Tischauflage Typenreihe LMT (levelling mount table)
Der Tisch wird starr auf das Untergestell aufgelegt. An den Tischbeinen sind über Gewindespindeln verstellbare Nivellierfüße vorgesehen, die eine Eigenfrequenz oberhalb von 10Hz besitzen.
Vertikale Eigenfrequenzen des Tischauflagesystems RMT in Abhängigkeit von der Belastung pro Tischbein
Traglasten des Tischauflagesystems DMT in Abhängigkeit vom Druck im Tischbein
Untergestelle mit niederfrequenter Schwingungsisolation
Schwingungsisolierte Tischauflage Typenreihe RMT (rubber mount table)
Die Verbindung zwischen Gestell und Tisch wird mit Hilfe von luftgefüllten Elastomerfederkörpern hergestellt. Die Eigenfrequenz des Systems liegt zwischen 2,5 und 5 Hz.
Schwingungsisolierte Tischauflage
Typenreihe DMT
(diaphragm mount table)
Bei diesem Auflagesystem werden die Tischbeine als Luftkammern verwendet. Der Tisch liegt auf einer Rollmembran-Kolbenkonstruktion.
Vorteil dieser Lagerungen ist die niederfrequente Abstimmung des Systems, wodurch eine besonders wirkungsvolle Isolierung gegenüber Bodenerschütterungen resultiert. Die vertikale Eigenfrequenz dieser Lagerungen ist kleiner als 0,85 Hz. Dies entspricht einem Isoliergrad von über 90% für Bodenerschütterungen oberhalb von 8 Hz. Ferner besagt ein Isoliergrad von 90%, daß die Störkräfte um 90% vermindert werden. Das laterale Systemverhalten der Lagerungen ist vom Aufbau abhängig. Optional sind bei dem Auflagesystem RMT und DMT verschiedene Niveauregulierungssysteme erhältlich.
Niveauregulierung
Eine Massenverschiebung oder -änderung führt bei einem auf Luft
gelagerten Tisch zu einer Niveauänderung. Wird ein konstantes Niveau
für die zuverlässige Anlagenfunktion gefordert und liegen veränderliche
Massen vor, muß eine Niveauregulierung eingesetzt werden. Die OPTA
- Niveauregulierung regelt selbsttätig das Niveau eines Tisches auf das
vorgegebene Sollniveau. Die Rückstellgenauigkeit beträgt unter
optimalen Bedingungen ±10 μm. Die Regelgeschwindigkeit kann auf Wunsch
über Drosselventile eingestellt werden. Der zulässige Betriebsdruck
liegt unter 6 bar.
Die Anzahl der verwendeten Tischbeine ist ausschlaggebend für das
pneumatische Schaltbild der Niveauregulierung. In der Regel werden die
zu lagernden Tische auf vier Beinen gelagert. Eine statisch bestimmte
3-Punkt-lagerung wird durch Parallelschaltung von zwei Luftfedern zu
einer Gruppe erreicht. Werden aus Belastungsgründen mehr als vier
Luftfedern benötigt, sind diese so zu verschalten, daß drei geregelte
Gruppen entstehen, wobei eine Gruppe immer ein Regelventil zur
Niveauregulierung benötigt. Die auf Wunsch mitgelieferte
Kontrolleinheit erlaubt über einen Druckminderer das Einstellen des von
der Belastung abhängigen Systemdrucks, gleichzeitig können die Drücke
der drei Federgruppen überwacht werden.
Die OPTA
- Niveauregulierungen PVS und SVS arbeiten ohne elektronische Bauteile.
Als Niveaumesssensoren werden pneumatische Ventile eingesetzt, die
mechanisch das Ist - Niveau der zu lagernden Anlage erfassen. Das
Sollniveau wird ebenfalls mechanisch an den Ventilen vorgegeben.
Niveauregulierung Typ PVS
(pressure valve system)
Ein System für normale Ansprüche. Druckanzeige auf Wunsch direkt an den Regelventilen.
Niveauregulierung Typ SVS
(special valve system)
Das System für gehobene Ansprüche. Rückstellgeschwindigkeit
einstellbar, Spezialventile mit hoher Rückstellgenauigkeit, auf Wunsch
mit Wartungseinheit und Schnellabsenkung lieferbar.
Niveauregulierung Typ ECS
(electronic control system)
Das high tech System mit berührungslos arbeitender Niveauregulierung
für eine optimale Schwingungsisolation (nur in Verbindung mit dem
Tischauflagesystem DMT lieferbar).
Tischzubehör
Pneumatikzubehör
Für die Funktion der Niveauregulierung ist ein Anschluß an das vorhandene Druckluftnetz nötig. Ist dieses nicht vorhanden, muß ein speziell schwingungsisolierter Kleinstkompressor für die Druckluftversorgung vorhanden sein. Bei luftgelagerten Tischen ohne Niveauregulierung, ist eine ständige Luftversorgung nicht nötig. Hier reichen Hand- oder Fußluftpumpen zum Befüllen der Luftkammern aus.
Tischverbindungssysteme
Größere Tischflächen können durch Verbindung von mehreren Tischen in L-, T- oder H-Form hergestellt werden. An den Verbindungsstellen wird das Lochraster durch das OPTA Tischkopplungssystem nicht eingeschränkt.